Die Module zum DB0QI werden mehr ... Die Umsetzer die vom QI-Standort empfangen
werden können sind doch einige und mit Sicherheit werden dort hin auch noch
Linkstrecken aufgebaut werden. Die Videokreuzschiene bietet nun die Möglichkeit
jedem Sender (also auch den Links) ein eigenes Videosignal zur Verfügung zu
stellen. Das soll nun auch für den Ton gelten, mit einer Besonderheit, daß zwar
jeder TX den gesamten Ton aller gewünschter Quellen bekommt, die Linkstrecken
ebenso jedoch ohne den eigenen "hingesendeten" Ton. (Es gibt Leute
die nennen das eine "N-1" aufbauen). Somit war klar der Tonmischer
muß ebenso wie die Videokreuzschiene 16 Ausgänge haben. Die Funktion des Mischers
soll sich auf das zusammenmischen "fester Pegel" beschränken und die
Quellen sollen lediglich zu- und abgeschaltet werden. Das ermöglicht dann eine
digitale Steuerung des Mischers. Weiter soll der Mischer so modular wie möglich
gestaltet werden: Eingangsverstärker (mit Poti am Eingang), Schaltstufen, Bussystem
und Ausgangsverstärker.
Die Verstärkung der Ein- und Ausgangs-OPs (TL061 der braucht schön wenig Strom)
soll maximal 2 sein, um wenig Rauschen zu erzeugen und doch die Möglichkeit
einer kleinen Signalanhebung zu haben. Pro Eingang und Ausgang ist ein OP vorgesehen.
Die Schaltstufen sollen mittels FET aufgebaut werden. Bei der Entwicklung stellte
sich heraus, das ohne negative Spannung keine ausreichende Entkoppelung zwischen
Eingangsstufe und Bus zu erreichen war. Deswegen entstand eine Schaltung mit
2 Fets. Die Schaltstufe selbst soll auf einem kleinen Platinchen direkt auf
der Eingangsstufe gesteckt werden. Die Eingangsstufe selbst, wie auch die Ausgangsstufe
wird ebenfalls steckbar auf eine Busplatine sein. Damit eine Möglichkeit besteht
das auch selbst nachzubauen sollen die Maße der Platinen maximal Europakarten-Maße
besitzen. Somit ist man auch flexibel in der Zahl der Ein- und Ausgänge. Es
soll 2 Versionen der Busplatine geben. Eine Version beinhaltet Steckplätze für
16 Ausgangsmodule, und mehrere Eingangs-Module, die andere Version soll nur
Eingangsmodule aufnehmen. Die Verbindung zwischen den Busplatinen kann über
Pfosten-Stecker-Buchsen-Kabel ... erfolgen.
Die Steuerung des Mischers ist eigentlich nicht wirklich zeitkritisch, wenn
man von der Unterdrückung von DTMF-Steurungstönen absieht. Zur Steuerung selbst
ist zu sagen, daß die Idee war pro Kanal 2 Bytes zu verwenden. Der µController
könne ja bequem richtig lange Byteströme erzeugen, somit war nun die Frage nach
einer Seriell->Paralell-Wandlung. Um vom Lärm der Versorgungsspannung etwas
weg zu kommen muß die Versorgung unter 12V sein, aber über 6V da sonst die FET-Schalter
nicht zufriedenstellend arbeiten. Es musste ein CMOS-seriell-parallel-Wandler
her. Nach ausgiebigem Stöbern im Internet fiel die Wahl auf den MC14094. Um
2 Bytes darzustellen (16 Schaltwege) werden pro Eingang zwei dieser Wandler
benötigt.
Damit sind die Rahmenbedingungen des Mischers schon abgesteckt. Das Einzige was noch Sorgen bereitet ist die DTMF-Ton-Unterdrückung (ohne gleich den ganzen Mischer zur Ruhe zu zwingen). Hier liegen noch UND-Verknüpfte Schaltleitungen in der Luft, die noch nicht so ganz ausgegoren sind.
Hier schon mal die grundlegenden Schaltpläne ohne die fertigen Busverteilungen, die bereiten noch etwas Kopfzerbrechen. Die Layouts brauchen noch ein bisserl Muße :-)))
Vielen Dank an den Ernst für die Geduld und das unermütliche Testen der Software !
Nach den ersten Tests stellte sich heraus, daß je mehr Schalter betätigt wurden, sich der Arbeitspunkt und die Verstärkung des Eingangs-OPs soweit änderte, daß die positive Halbwelle eines Eingangssignals gekappt wurde. Abhilfe schafft das Entfernen von ein paar Bauteilen ... der Eingangs-OP wird nun spannungsverstärkungsfrei (also Faktor 1), also lediglich als Impedanzwandler betrieben, und versorgt nun lastunabhängig sämtliche FET-Schalter. Somit ist der unerwartete Effekt behoben. Hier der geänderte Schaltplan. Hier die Bilder der Prototypen-Platinen, zuerst der 8-fach-Schalter, mit Eingangs OP und Ser/Par-Wandler nach dem Layout von Herwig:
Hier die Ausgangsverstärker:
Alles in allem kein Aufwand eigentlich, nur die Menge an Kanälen macht den Aufwand ....
Die Bedienung des Mischers wurde von Ernst DJ7DA erdacht und die Software im ATMega8 findest du hier. Herwigs Eaglefiles findest hier.
Viel Spaß beim Nachbau !!!
73 de Tomtom